Tanz und Ballett seit 25 Jahren

Vorbericht zur Jubiläums-Aufführung im November 2010 - Jubiläum:Am Wochenende feiert das Herzogenauracher Ballettstudio Kreiner mit einem Ballett- und Showabend in der Fürther Stadthalle sein 25-jähriges Bestehen. Schüler aus allen Kursen präsentieren ihr Können in zwei Aufführungen.

Acht bis zehn Jahre jung sind diese kleinen Tänzerinnen, die klassisches Ballett tanzen

Hannelore Kreiner mit Tochter Janine

Ihren ersten Tanzunterricht erhielt Hannelore Kreiner im zarten Alter von sechs Jahren. Schon als junger Teenager stand ihr Berufswunsch fest und bis heute hält sie unerschütterlich an ihrem Traum fest.
Während der Tanzausbildung lernte die junge Hannelore Kreiner nicht nur verschiedenste Tanzstile kennen und schätzen. Sie hatte auch da bereits die Gelegenheit selbst zu unterrichten. Das motivierte sie damals, direkt nach der Ausbildung den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und in Herzogenaurach eine Ballettschule zu eröffnen. Das war nicht nur ihre Premiere, sondern auch für die Stadt, denn bislang gab es nichts Vergleichbares.

"Eine exotische Sache"

"Im damaligen Herzogenaurach war das schon eine exotische Sache", erinnert sich Kreiner im FT-Gespräch. Im Nebenraum einer Wirtschaft war ihre Schule im ersten Jahr ansässig, wechselte dann in eine vorteilhaftere Lage im Hause der Wäscherei Möhrenschlager. Hier probte man dann auch für die erste Vorführung, damals noch im Vereinshaus der Stadt.
In der Plonergasse hatte das Ballettstudio Kreiner lange sein Zuhause. Mehr und mehr Schülerinnen meldeten sich an und die Vorstellungen im zweijährigen Rhythmus wurden zur festen Tradition. Sogar "Schneewittchen" stand einmal auf dem Programm.
Da Fremdchoreographien, ursprünglich für Profis konzepiert, schwerer zu tanzen sind, konzentriert sich die Herzogenauracherin seit jeher auf eigene Arbeiten. Aus dem Vereinshaus war man schnell herausgewachsen, denn man benötigte mehr und größere Garderoben, aber auch die Sehnsucht nach einer großen Bühne stellte sich ein. Ein Traum Kreiners erfüllte sich mit der Möglichkeit, Darbietungen ins Markgrafentheater Erlangen zu verlegen.
Nur aufgrund des Umzuges in die Einsteinstraße fiel die Aufführung im Jahre 2002 ungewohnt klein aus und die Elevinnen präsentierten in den eigenen Räumen des Ballettstudios gruppenweise ihr Können. "Hier konnte ich alles nach meinen eigenen Wünschen umgestalten und einrichten", freut sich Kreiner mit leuchtenden Augen. Wände wurden eingerissen, neue hochgezogen und eine zweite Etage angelegt.

Am 20. und 21. November

Mit einem Jahr Verspätung fand dann doch noch der ausstehende Ballettabend statt, jedoch aus terminlichen Gründen in der Fürther Stadthalle. Die Zusammenarbeit mit dem Team der Stadthalle entwickelte sich äußerst angenehm, eine große Bühne und großräumige Garderoben waren gefunden. Lediglich im Saal fehlt die Theateratmosphäre.

Die Jubiläumsvorstellung zum 25-jährigen Bestehen des Ballettstudio Kreiner findet am 20. und 21. November in der Fürther Stadthalle statt. Kreiner und ihre Tochter Janine, die seit bereits zwei Jahren den mütterlichen Betrieb unterstützt, freuen sich auf Choreographien aus den ganzen Jahren und natürlich auch auf Neues. Selbst die alten Kostüme werden hierfür ausgemottet.
 
Ein Jahr wird vorbereitet

Ein erster Blick während einer Probe auf die acht - bis zehnjährigen Elevinnen der Eröffnungspolonaise ist vielversprechend. "Schon ein Jahr vorher beginnt die Planung, welche Gruppe tanzt was in welchem Kostüm und so weiter", stöhnt Kreiner. Doch dank ihrem Organisationstalent und der vielen helfenden Hände gelingt es Jahr für Jahr wieder, zwei tolle Abende für die Schüler, deren Eltern und Familie sowie alle Freunde des klassischen und modernen Tanzes auf die Beine zu stellen. Restkarten für die Wochenend-Veranstaltungen gibt es noch im Ballettstudio bzw. an der Abendkasse.
Auch nach einigen Umzügen, vielen Aufregungen vor und während den Vorstellungen ist Hannelore Kreiner nach wie vor voller Tatendrang und Ideen für die kommenden Jahre. Wer weiß, vielleicht entsteht in den nächsten 25 Jahren noch ein "Kreiner-Theater" in Herzogenaurach. Zuzutrauen wäre es der engagierten und willensstarken Tanzpädagogin allemal.
 
von Claudia Hessek